4 Fragen an Sarah Brunner – Hptm Berufsoffizier-Anwärter BSG 18, Kdt Geb S Kp 6/1

S.Brunner

Seit ihrer Geburt 1988, ist Sarah Brunner eine waschechte Stadtzürcherin. Sie ist mit 18, nach sechs Jahren, zwar ohne erfolgreichen Abschluss, aber als gestärkte junge Frau, vom  Gymnasium Freudenberg/Enge ZH, an die Rekrutenschule.

Anschliessend hat Sarah Brunner eine Lehre bei einer Modelagentur absolviert, um mit dem Berufsabschluss zum Offizier aspirieren zu können.

Als Füsilier war sie 2011 die erste Frau, die zum Offizier befördert wurde.

Mit 21 Jahren konnte Sarah Brunner die operative Geschäftsleitung des Kanzlei Clubs Zürich übernehmen, bevor es sie zum militärischen Alltag zurückgezogen hatte.

Vier Jahre lang arbeitete Sarah Brunner in der Instruktion und als Kompanie Kommandant an der Infanterie Rekrutenschule in Chur und hatte sich dann entschieden, bevor ihre Karriere an der Militärakademie weitergeht, Auslandseinsatz-Erfahrung zu sammeln.

Sie war im Südlibanon, in Syrien und in Mali und hat währenddessen die eidgenössische Matura bestanden.

Aktuell studiert Sarah Brunner, im Rahmen der Ausbildung zum Berufsoffizier an der Militärakademie an der ETH Zürich. Sie ist im 5. Semester zum Bachelor in Staatswissenschaften.


SWONET: Was fasziniert und begeistert Sie an Ihrer Arbeit?
Sarah Brunner: Ich liebe die Arbeit mit Menschen, die Tatsache, dass kein Arbeitstag dem andern gleicht und die Herausforderungen, die mir der militärische Alltag bietet. Ich schätze darüber hinaus, dass ich physisch sehr aktiv bleiben darf und in meiner Position nicht nur grosse Verantwortung übernehmen darf, sondern auch bereits Auslandseinsatz Erfahrungen in Krisengebieten sammeln durfte.

Aktuell arbeite ich nicht an einer Rekrutenschule, sondern darf im Rahmen meiner Berufsoffizier-Ausbildung ein Bachelorstudium an der ETH Zürich in Staatswissenschaften bestreiten. Ich lerne täglich wahnsinnig viel und extrem spannendes Neues. Dafür bin ich unheimlich dankbar!

 

SWONET: Wie haben Sie den Begriff Karriere nach der Ausbildung gesehen und wie sehen Sie Karriere heute?

Sarah Brunner: „Karriere“ war mir nie wichtig. Mich haben jeweils die Aufgabenbereiche und Kompetenzen gereizt, die die „nächste Stufe“ mit sich brachten, deshalb bin ich wohl auch eher langsam aufgestiegen. Heute sehe ich „Karriere“ noch immer als Mittel dazu, meiner Leidenschaft nachgehen zu dürfen und neue Herausforderungen anzugehen, sobald ich mich dazu bereit fühle.

 

 

SWONET: Welchen Tipp können Sie Berufseinsteigerinnen oder Gründerinnen geben
Sarah Brunner: Den Schlüssel zum Erfolg sehe ich in der Leidenschaft für die Sache, und den Mut dazu, die notwendigen Schritte zu gehen. Den Mutigen gehört die Welt.

Insbesondere als Führungsperson erachte ich als Match-entscheidend, dass man selber die Funktionen und vor allem den Menschen dahinter bei seinen unterstellten Einheiten kennt, mit Empathie und Transparenz führt.

 

SWONET: Wie starten Sie in den Tag?

Sarah Brunner: Ich zelebriere meine Morgen. Ich liebe es, am Morgen genug Zeit zu haben, entsprechend stehe ich mindestens 1.5 Stunden bevor ich das Haus verlassen muss auf, trinke meinen Tee, mache meine Übungen (ausgiebiger Stretch oder was für die Kondition), höre klassische Musik, um dann nach der Dusche bei Radionachrichten in aller Ruhe mein Kaffee zu geniessen.

 

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