16 Tage gegen Gewalt an Frauen

1. November 2020 bis 22. Dezember 2020

16 Tage

Eine internationale Kampagne

Die Kampagne: Im Jahr 2008 lancierte die feministische Friedensorganisation cfd erstmals die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ in der Schweiz. Seither koordiniert der cfd die Umsetzung der Kampagne in der Deutschschweiz und Liechtenstein und arbeitet dazu mit bis zu 60 Menschenrechts- und Frauenorganisationen zusammen.

Die Kampagne umfasst 16 Aktionstage, die jedes Jahr am 25. November starten und am 10. Dezember enden. Mit der Verbindung dieser beiden Daten wird darauf hingewiesen, dass Frauenrechte Menschenrechte sind: Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, der 10. Dezember der Tag der Menschenrechte.

Die 16 Tage: Die Kampagne wurde auf internationaler Ebene im Jahr 1991 als „16 Days of Activism Against Gender Violence“ vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen. Dabei wurden die beiden Gedenktage des 25. Novembers und des 10. Dezembers als Start-, beziehungsweise Enddatum festgelegt. 1981 riefen lateinamerikanische Feministinnen das Todesdatum der drei Schwestern Mirabel zum Gedenktag gegen Gewalt an Frauen aus. Dies nachdem am 25. November 1960 der dominikanische Geheimdienst die Schwestern im Auftrag des Diktators Trujillo ermorden liess. Der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember erinnert an das Jahr 1948, als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der UN in New York verabschiedet wurde. Durch die zwei Daten wird eine Brücke vom Süden in den Norden gebildet, welche verdeutlicht, dass Gewalt an Frauen überall stattfindet und ein globales Thema ist.

Das Ziel: Die Kampagne hat zum Ziel, für Gewalt gegen Frauen zu sensibilisieren, Organisationen in diesem Bereich zu vernetzen und neue Präventionsansätze zu entwickeln. Dabei werden auch weniger sichtbare Strukturen von Diskriminierung an Frauen thematisiert und Beratungsstellen bekannter gemacht. Um auf die zahlreichen Formen von Gewalt an Frauen hinzuweisen und klar zu machen, dass Gewalt an Frauen ein multidimensionales Problem ist, wird vom cfd und den Partner*innenorganisationen jedes Jahr ein Fokusthema konzipiert.

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