Die Erschöpfung der Frauen – Die Geschichte der weiblichen Verausgabung

28. November 2020

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Franziska Schutzbach Dozentin im Lehrgang der feministischen Fakultät, beschäftigt sich mit der Erschöpfung der Frauen. Sie macht deutlich, dass die Ursache dieser Erschöpfung eine im Kern misogyne Gesellschaft ist, die von Frauen eine permanente Verfügbarkeit einfordert.

Beleuchtet wird zum einen die alltägliche und konkrete Überlastung heutiger Frauen und Mütter. Was berichten Frauen darüber und welche tiefe und existenzielle Bedrohung hat diese Verausgabung für ihr Leben?

Weiter analysiert Franziska Schutzbach die Verausgabung der Frauen in ihrem kulturgeschichtlichen, soziologischen, politischen und ökonomischen Zusammenhang.

Doch Frauen sind ihrer Erschöpfung nicht hilflos ausgeliefert.

Es gibt emanzipatorische Praxen und Ideen, mit dieser Situation umzugehen. Frauen haben vielfältige Strategien entwickelt, gegen ihre Verausgabung zu kämpfen.

Nicht nur individuell, sondern durchaus auch mit gesellschaftspolitischem, visionärem Anspruch. Ein Blick auf die Lebensweisen von Frauen zeigt, dass die Möglichkeit, diese erschöpfenden Strukturen zu verändern, nicht irgendwo in einer weit entfernten Zukunft liegt. Frauen setzen diese bereits jetzt um und leben emanzipatorische und solidarische Lebensformen. Sie leben Alternativen, die sich gegen die Verausgabung richten und die Bedingungen ihres Alltages verändern. Von ihnen können nicht nur Frauen lernen. Sondern die ganze Gesellschaft.

Der Vortrag führt ins Thema ein. Franziska Schutzbach macht die kulturgeschichtlichen, soziologischen, politischen und ökonomischen Zusammenhänge deutlich und zeigt Handlungsfelder auf.

Im Workshop werden die Themen vertieft und vor dem Hintergrund der individuellen Situation der Teilnehmerinnen reflektiert, mit dem Ziel, den eigenen Handlungs- und Entscheidungsspielraum zu erweitern und Impulse für die notwendige gesellschaftliche Veränderung zu geben.

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