
Es muss ja wirklich nicht immer Lachs, Thunfisch oder Kabeljau sein –das Angebot an heimischem Süsswasserfischkann sich nämlich wirklich sehenlassen.
Obwohl: Wirklich aus der Schweiz stammt hier mittlerweile nur noch ein kleiner Anteil, da die Nachfrage das Angebot bei Weitem übertrifft.
Beim allseits beliebten Egli: Obwohl es in so gut wie allen Schweizer Seen vorkommt, werden gut 90 % der Eglifilets aus dem Ausland importiert. Da sieht es bei den Felchen schon ganz anders aus, denn fast zwei Drittel aller Fische, die in Schweizer Seen gefangen werden, sind Felchen, was sie zum wirtschaftlich bedeutendsten Fisch der Schweiz macht. Ihr weisses Fleisch schmeckt leicht nussig, perfekt also zum Braten, Kochen, Dünsten und Räuchern. Der klassische Räucherfisch bleibt jedoch die Forelle. Es existieren diverse Sorten, die in Seen und Bächen heimisch sind – doch bei der grossen Mehrheit an Forellen, die in den Handel gelangen werden, egal ob frisch oder tiefgekühlt, handelt es sich um Zuchtfische. Das gilt auch für den Zander, welcher wegen seines weissen, festen und fast grätenfreien Fleisches in ganz Mitteleuropa sehr gefragt ist.
Grundsätzlich sollte man für den Einkauf und Genuss ein paar Grundsätze beherzigen: Lieber einmal auf Fisch verzichten und ihn als aussergewöhnliche Delikatesse wertschätzen. Denn auch lokale Arten können überfischt sein oder mit schädlichen Methoden gezüchtet oder gefangen werden. Eine gute Orientierungshilfe sind vertrauenswürdige Umweltsiegel, welche die Rückverfolgbarkeit des Produktes gewährleisten; bei Zuchtfisch sind das etwa die Siegel von Bio
und ASC (Aquaculture Stewardship Council). Bei Fisch aus Wildfang ist das MSC-Siegel derzeit am verlässlichsten. Im Zweifelsfall immer den Fisch wählen, der mit umweltschonenden
Methoden gefangen oder gezüchtet wurde, z. B. Bio-Aquakultur oder selektive Fangmethoden wie Handleinen und Angelleinen.
Ofen-Fisch mit Cherrytomaten, Bimi und Borlottibohnen
FÜR 4 PERSONEN
AKTIVZEIT: 25 MINUTEN
KOCH-/BACKZEIT: ca. 30 Minuten
250 g Bimi oder Broccoli
Salz
400 g Cherrytomaten
1 Dose Borlottibohnen, abgetropft 250 g
1 Bund Basilikum
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 dl Gemüsebouillon
1 dl Weisswein
2 Zweige Rosmarin
2 Knoblauchzehen
4 Esslöffel Olivenöl
1 unbehandelte Zitrone
600 g Fischfilets, mit oder ohne Haut, z. B. Zander, Forelle usw.
Als Beilage passen Reis oder Salzkartoffeln.
Dies und weitere feine Rezepte sowie Tipps und Tricks rund um Fisch und Meeresfrüchte findet man der der aktuellen Ausgabe des Magazins Geniessen Nr. 10/2026 bei arte-cucina.ch