SWONET 2030

Wachsen durch Veränderung

Neue Strukturen für eine tragfähige Zukunft der Stiftung

 

SWONET wird 18 Jahre alt. Ich erkenne, wie sehr Wachstum mit Veränderung verbunden ist – oft leise, manchmal herausfordernd, aber immer wirkungsvoll. Was als kleine virtuelle Frauengruppe begann, wurde Schritt für Schritt mehr. Daraus entstand die Plattform swonet.ch – und 2014 schliesslich die Stiftung SWONET. Heute verbindet dieses Netzwerk über 220 Frauenorganisationen und Männernetzwerke. Aus einer Idee wurde für mich eine Haltung: Beziehungen aktiv gestalten. Zuhören. Teilen. Voneinander lernen. Doch mit jedem Schritt wurde auch die Verantwortung grösser. Neue Themen kamen dazu: rechtliche Fragen, finanzielle Entscheidungen, persönliche Risiken.

 

SWONET steht an einem Wendepunkt

Der nächste Schritt fühlt sich anders an. Grösser. Anspruchsvoller. Und er verlangt etwas, das oft schwerfällt: loslassen. Denn klar ist: Die Zukunft von SWONET kann nicht mehr allein auf ehrenamtlichem Engagement aufgebaut werden. Es braucht neue Strukturen, eine Geschäftsstelle, professionelle Projektführung und eine klare Ausrichtung – damit SWONET eine Zukunft hat und weiteres Wachstum möglich ist. Doch Loslassen bedeutet nicht, etwas aufzugeben. Es bedeutet, Raum zu schaffen. Für mich persönlich ist genau das ein neuer Lernprozess. Abstand gewinnen. Dinge von aussen betrachten. Vertrauen haben – in das, was entsteht. Gerade in dieser Phase zeigt sich die Stärke von SWONET einmal mehr: das Netzwerk. Menschen, die mitdenken, unterstützen, Impulse geben, unter anderem auch mit dem Mobiliar Forum, das den Prozess hin zu SWONET 2030 zu Beginn begleitet hat. Gemeinsam mit externen Expertinnen wurde weitergedacht, hinterfragt und neu ausgerichtet.

 

Kompass für Orientierung und Sichtbarkeit

SWONET entwickelt sich weiter – hin zu einem Kompass als Entscheidungshilfe. Im Zentrum steht eine einfache, aber zentrale Frage: «Was brauche ich jetzt – in meiner aktuellen Situation?» Frauen bewegen sich in unterschiedlichen Rollen, Lebensphasen und Herausforderungen. Orientierung wird dabei immer wichtiger. Der SWONET Kompass soll genau hier ansetzen. Klarheit geben. Perspektiven öffnen. Und neue Wege sichtbar machen.

Das Netzwerk ist weiterhin die Basis für Austausch, Impulse und Hilfestellungen. Bei den Angeboten vom SWONET Kompass wird die Erfahrung der Netzwerke eingebunden, damit Personen, die Orientierung brauchen ins Tun kommen. So wird der Mehrwert von SWONET um ein Vielfaches grösser und die Themen, die einem bewegen, nehmen Fahrt auf. Es bleibt nicht bei einem spannenden Austausch und Brainstorming, sondern für die nächsten konkreten Schritte finde ich durch SWONET die richtigen Angebote und Kontaktstellen.

 

Reset and Rise – es gibt viel zu tun

Die Ideen zum SWONET Kompass sind da und die Marschrichtung ist klar. Nun heisst es «Gas geben». Wie bei jedem Unternehmen müssen auch bei einer Stiftung grundlegenden Strukturen geschaffen werden, um Wachstum möglich zu machen. Vieles gibt es zu organisieren. Eine Geschäftsstelle braucht eine solide Finanzierung. Die Angebotsgestaltung muss richtig gewählt und anschliessend bedarfsgerecht umgesetzt werden. Das alles braucht Ressourcen, die weit über ein ehrenamtliches Engagement hinaus gehen. Wir vertrauen darauf, dass uns auch für die Zukunft das Netzwerk tragen wird. Gemeinsam werden wir Schritt für Schritt unsere Vision SWONET 2030 umsetzen.

Petra Rohner und der SWONET Stiftungsrat 

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