4 Fragen an Nicole Berchthold – Fernsehjournalistin & Moderatorin SRF

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Nicole Berchtold ist ursprünglich gelernte Kindergärtnerin, hat sich dann aber nach drei Jahren für den Weg im Medien-Business entscheiden.

Ihre Stationen führten sie vom Radio über diverse TV-Sender bald ins Schweizer Fernsehen.

Dort hat sich die Bernerin mittlerweile zur Allzweckwaffe gemausert: Mit ihrer fröhlichen, kompetenten Art moderiert sie neben ihrem regelmässigen Engagement bei der

Gesellschaftssendung «Glanz und Gloria», Samstagabend-Shows wie die Sports Awards, Sing mit Deinem Star, Alpenrösli oder auch den Super-10-Kampf.

Seit 2,5 Jahren ist sie zurück an der Universität Bern und absolviert das Masterstudium in Psychologie. «Meine Berufserfahrung in der Schweizer Medienlandschaft lässt sich sehr gut mit der neurokognitiven Psychologie kombinieren. Hier erfahre ich unter anderem, wie ich meine Leistungen steigern und mit Druck und Stress im Alltag besser umgehen kann».  Als zweifach -Mami ist sie sich an die Mehrfach-Belastung durch Job und Kinder gewohnt, aber «solange etwas Spass macht, treibt es einem weiter an»-  der Rest ist Organisation!


SWONET: Was fasziniert und begeistert Dich an Deiner Arbeit?

Nicole Berchthold: Die Menschen, die ich treffe und die mir aus ihrem Leben erzählen. Die Teamarbeit, die es im Fernsehen immer wieder braucht, weil «alleine macht niemand TV», sowie die Aktualität bei der redaktionellen Arbeit, die Dich einen Tag lang beschäftigt und Du am Abend in einem Beitrag abschliesst. Und nicht zu vergessen, all die Emotionen dazwischen.

 

SWONET: Wie hast Du den Begriff Karriere nach der Ausbildung gesehen und wie siehst Du Karriere heute?

Nicole Berchthold: «Karriere» war und ist für mich ein negativ codierter Begriff. Ich mag ihn nicht. Er setzt für mich voraus, dass man sich bewusst Ziele setzt und impliziert, dass viel Druck, Zwang und Wettkampfgeist im Spiel ist. Zudem liegt es meiner Meinung nach im Auge des Betrachters, ob man Karriere macht oder nicht.

Ich rede nicht von «Zielen», sondern von «Träumen» und «Wünschen». Zudem leitet mich auch meine aktuelle Lebenssituation und die liegt als zweifach Mami nicht «nur» in meiner Hand. Mir ist es wichtig, im Moment zu leben und nicht in die Zukunft zu planen, weil erstens kommt es anders und zweitens…

 

SWONET: Welchen Tipp kannst Du Berufseinsteigerinnen oder Gründerinnen geben?

Nicole Berchthold: Neugierig auf Menschen zuzugehen und ihnen zuzuhören. Jedes Gespräch basiert auf echtem Interesse, einem offenen Ohr und einem offenen Auge, das Gegenüber auf allen Ebenen wahrzunehmen. Ansonsten braucht es sicher Ausdauer, viel Fleiss und ein gutes Netzwerk, um im Journalismus Fuss zu fassen: Es ist nach wie vor nicht einfach und braucht auch etwas Mut, auf diese Karte zu setzen. Das aller, aller Wichtigste überhaupt ist es aber, Spass an der Arbeit zu haben, dann kommt der Rest von selbst.

 

SWONET: Wie startest Du in den Tag?

Nicole Berchthold: Bei mir ist nicht jeder Tag gleich. Manchmal muss ich raus bevor der erste Hahn kräht, meistens aber habe ich aber schön Zeit, um mit unseren beiden Söhnen den Tag in Angriff zu nehmen und in Ruhe einen Morgenkaffee zu geniessen. Grundsätzlich bin ich ein absoluter Morgenmensch und liebe es zu sehen, wenn der Tag die ersten rosaroten Ränder bekommt und die Welt noch mir ganz alleine gehört! Dann habe ich oft die besten Ideen!

 

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